Beckenbodensonografie der Frau

Autor: Dr. med. Markus Weiss
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Eine der aussagekräftigsten Untersuchungsmethoden am Beckenboden ist die Ultraschalluntersuchung. Man nennt sie "Beckenbodensonografie" oder auch "pelvic-floor-Sonographie". Es handelt sich hierbei, um eine Ultraschalluntersuchung über die Bauchdecke und über die Scheide bzw. den Damm/Scheideneingangsbereich.

 

Meistens wird der Ultraschall im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung durchgeführt. Ziel der Beckenbodensonografie ist es den gesamten Beckenboden zu betrachten. Hierzu gehören die Harnröhre, die Blase und die vordere Scheidenwand (zusammen auch "vorderes Kompartiment" genannt), das Scheidenende mit oder ohne Gebärmutter ("mittleres Kompartiment") und die hintere Scheidenwand mit dem Enddarm ("hinteres Kompartiment").

Die Untersuchung ist schmerz- und risikolos und ermöglicht Veränderungen in allen drei Bereichen des Beckenbodens aufzuspüren. Hierdurch kann der Urogynäkologe eine genaue Diagnose und damit eine erfolgreiche Behandlung planen.

Hierbei ermöglicht die Beckenbodensonografie darzustellen, wie sich der Beckenboden und die einzelnen Organe, wie z.B. die Harnröhre, in Ruhe, beim Anspannen des Beckenbodens und beim Pressen, verändert.

dieses Bild zeigt verschiedene Sonografie-Aufnahmen

Diese dynamische Untersuchung kann in der Zusammenschau mit den übrigen erhobenen Befunden eine Aussage darüber zu lassen, in wieweit eine konservative Beckenbodenphysiotherapie oder eine Elektro-/Biofeedbacktherapie sinnvoll sind oder ob z.B. ein spannungsfreies Band gegen eine Belastungsharninkontinenz erfolgsversprechend ist.

Die Beckenbodensonographie ist zusammenfassend das beste Hilfsmittel um die konservative und operative Behandlung zu planen und anschließend auch Verlaufskontrollen durchzuführen.