Neuro-Urologie

Autor: Univ. - Prof. Dr. med. Ruth Kirschner-Hermanns
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Die Neuro-Urologie beschäftigt sich mit Störungen der Blasenfunktion, die durch eine Schädigung der zuführenden Nervenbahnen ausgelöst wird.

Für eine derartige Schädigung gibt es viele Ursachen, wie z.B. langständige Erkrankungen der Nervenbahnen (u.a. bei Multipler Sklerose, Morbus Parkinson, oder Diabetes mellitus), aber auch plötzliche Ereignisse (z.B. bei unfallbedingter Querschnittslähmungen, oder nach einem Schlaganfall). Bei Nervenschäden der Blase, kann dies zu Verlust der Blasenkontrolle mit Inkontinenz oder auch zu der Unfähigkeit, die Blase richtig zu entleeren führen. Hierbei können z.B. wiederkehrende Infekte weitere Schäden an Blase und Nieren verursachen. Diagnostische Mittel wie u.a. die videourodynamische Untersuchung der Harnblase und Therapien der Blase wie die Botulinumtoxininjektion in den Blasenmuskel, können diese Folgeschäden verhindern. In der ArbeitsGemeinschaftBeckenBodenGesundheit finden sich aus den Fachbereichen Urologie und Gynäkologie spezialisierte Therapeuten, die auf diesen Wegen helfen,  eine oft verlorene Lebensqualität wieder zu gewinnen.